Sakura, Sakura…

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Auf Okinawa haben die Kirschblüten bereits angefangen zu blühen. Aber warum ist das in Japan eigentlich so ein großes Ereignis? Und wann geht es dann so richtig los?

In Japan galt die Kirschblüte schon für die Samurai als Symbol für Schönheit und Vergänglichkeit. Kein Wunder also, dass die Yoshino-Kirschblüte auch die offizielle Präfekturblume von Tokyo ist.

Ungefähr gegen Märzende hin, fängt die japanische Kirschblütenfront (桜前線, Sakura zensen) wieder an. Das bedeutet, dass die Blüten in ganz Japan anfangen zu blühen. Dabei beginnen die Kirschbäume im Südwesten und zuletzt blühen jene im Nordosten. Über den Wetterbericht erfährt man dann, wo die Kirschen bereits in voller Blüte stehen und wo sie kurz davor steht. Denn wenn es erst einmal so weit ist, dann blühen die Bäume auch nur für circa 10 Tage.

Deshalb wird das Betrachten der Kirschblüten, welches Hanami genannt wird, auch ausgiebig mit Freunden und Familie gefeiert. Im gesamten Japan trifft man sich unter den Kirschblüten, isst gemeinsam, trinkt eine Menge Sake oder auch Bier und genießt die Tage, die das ganze Land verwandeln. Es gibt sogar eigene Snacks für das Hanami-Fest, beispielsweise Hanami-Dango und Sakuramochi. Die Kirschblütenzeit ist deshalb auch eine für Touristen sehr beliebte Reisezeit.

In Deutschland gibt es übrigens auch in einigen Städten Hanami-Feste. Ich weiss, dass in Berlin, Hamburg und garantiert auch in Düsseldorf eines gefeiert wird. Und in anderen Städten bestimmt auch noch. Und wenn nicht, dann feiert man halt sein eigenes Hanami! o (^‿^✿)

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Aufgaben einer Geisha

geisha-439318_1280Was genau macht eigentlich eine Geisha? Das fragen sich bestimmt einige von euch, weshalb ich hier die wichtigsten Aufgaben von ihr aufliste.

Mit bereits 16 Jahren beginnt die Ausbildung zur Geisha und dauert dann circa 5 Jahre. Eine Geisha in Ausbildung wird zuerst ‚Maiko‘ genannt. Die Begriffe für Geisha und Maiko unterscheiden sich jedoch regional, sodass die Geisha im Kansai-Dialekt eher als Geiko bekannt ist.

Während der Ausbildung werden die traditionellen japanischen Künste erlernt. Dazu gehört das Spielen von japanischen Instrumenten, wie beispielsweise dem Shamisen. Außerdem muss eine Geisha eine ausgezeichnete Sängerin und Tänzerin sein, eine gute Zuhörerin und wissen, wie man sich in jeder Situation anständig verhält. Traditionell trägt sie aufwendig gestaltete Kimono, weißes Make-Up und rot geschminkte Lippen. Im ersten Ausbildungsjahr darf die Maiko allerdings nur ihre Unterlippe schminken, um zu zeigen, dass sie noch keine ganze Frau ist.

Eine Geisha wird nämlich aufgesucht, wenn man eine anspruchsvolle Konversation führen will oder sich von den besonderen musikalischen Talenten überzeugen will. Gebucht wird eine Geisha dann in einem ‚Kenban‘, also einem Büro, welches Geishas vermittelt. Die Bezahlung wird dann abhängig von der Anzahl abgebrannter Räucherstäbchen ermittelt. Diese Gebühr wird als Senkōdai bezeichnet.

Lustigerweise waren die ursprünglichen Geishas keine Frauen, sondern Männer. Sie unterhielten die Oberschicht zu Hofe mit ihrem Talent in den unterschiedlichsten Künsten. Also fast so, wie es heute noch gemacht wird. (^∀^)ゞ

Was soll denn das Geknippse?!?

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Man kennt das ja: Bei japanischen Touristen sieht man immer als Erstes, genau, die Kameras. Es scheint, als würden sie willkürlich jeglichen Blickwinkel abfotografieren und dann gleich zum nächsten sehenswerten Ziel huschen. Oder auch einfach das Gemüse im Supermarkt fotografieren! (solche Touristen hatte ich tatsächlich schon im Laden wo ich arbeite ╹ꇴ◠)

Aber warum ist das eigentlich so?

Grundsätzlich ist das ja nun wirklich nicht schlimm, es wirkt nur manchmal etwas hektisch. Aber tatsächlich geht es den Hobby-Fotografen eigentlich nur darum, möglichst viele gute Bilder zu machen, um Zuhause angekommen den Freunden und der Familie einen bestmöglichen Eindruck von dem Erlebten zu geben. In Japan sind Urlaubstage nämlich rar. Und bei den wenigen vorhandenen freien Tagen wird dann auch noch selbstständig eingespart, um die Kollegen nicht zusätzlich mit seiner Abwesenheit zu belasten. Man kann also sagen, dass ganz genau darauf geachtet wird, allen Personen im Umfeld nicht mit dem eigenen Urlaub zur Last zu fallen. Denn Gemeinschaft wird bei Japanern groß geschrieben.

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Und das ist auch schon lange Zeit so! Bereits zu frühen Zeiten der Samurai hebte sich die japanische Oberschicht mit ihren guten Manieren und ihrem ordentlichen Umgangston von der Unterschicht ab. Schon Japans allererste Verfassung, aus dem Jahre 604 nach Christus, schrieb eine gepflegte Kleidung und Sprache, Höflichkeit und ein anständiges Verhalten vor, um die Harmonie und den Einklang im Land zu bewahren.

Dieser Gemeinschaftssinn ist also schon wirklich lange Zeit mit dem Gedächtnis der Japaner verknüpft. Also sollte man nicht einfach die Augen verdrehen wenn wieder viele, viele Bilder geknippst werden, sondern die etwas andere Kultur dahinter erkennen, die wir von den Japanern alle so lieben. (*⌒▽⌒)ノ

Senbazuru – Das Falten von 1000 Kranichen

floral-297687_640floral-297687_640Einen Wunsch frei haben – wer möchte das nicht? Lebenslanges Glück, ein langes Leben oder die Heilung einer Krankheit ~ auch das klingt ziemlich verlockend. Was man dafür machen muss? Der Legende nach müssen 1000 Origami-Kraniche von einer einzigen Person gefaltet werden, um genau das zu erhalten. Das nennt man dann Senbazuru (千羽鶴), also übersetzt einfach ‚1000 Kraniche‘.

In Japan gelten Kraniche schon seit langer Zeit als mysthische Wesen, ebenso wie Drachen. Ihnen wird nachgesagt, sie würden 1000 Jahre leben, weshalb auch genau eintausend Kraniche gefaltet werden müssen, um einen Wunsch von einem der majästetischen Vögel frei zu haben.

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Heutzutage werden die Kraniche besonders gerne zu Hochzeiten und zu Geburten verschenkt. Ebenfalls gelten sie seit der 1955 verstorbenen Schülerin Sadako Sasaki als internationales Friedenszeichen. Sadako erkrankte mit 11 Jahren an Leukämie, eine Folge des Atombombenabwurfes auf Hiroshima. Daraufhin wurde sie ins Krankenhaus eingeliefert, wo ihr eine Freundin von der Legende des Kranichefaltens erzählte. Sie fing daraufhin an über 1000 Kraniche im Krankenhaus zu falten. Leider vergebens. Nach ihrem Tod jedoch wurden zahlreiche Kraniche für sie gefaltet und an zu ihrem Andenken erbauten Statuen in Japan und den USA niedergelegt. Dies wird bis heute noch jedes Jahr weitergeführt, als Zeichen für den Frieden.

Jetzt wollt ihr bestimmt auch einen, oder vielleicht sogar 1000 Kraniche falten oder? Deshalb hab ich euch auch noch dieses Video rausgesucht, damit ihr gleich loslegen könnt. Wenn ihr Eintausend fertig gefaltet habt, möchte ich aber ein Bild davon sehen! ヾ(^-^)ノ

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Shichi Fukujin – die sieben japanischen Glücksgötter

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Der Jahreswechsel steht kurz vor der Tür, 2015 rückt also mit großen Schritten näher. Für Japaner ist dies ein großes Ereignis welches dementsprechend zelebriert wird. Dabei spielen auch die sieben japanischen Glücksgötter (七福神, Shichi Fukujin) eine Rolle. Von den sieben Göttern ist nur ein Gott dabei, dessen Ursprung auch tatsächlich aus Japan stammt. Die anderen Sechs haben ihre Wurzeln entweder in China oder Indien und wurden circa um das 15.Jahrhundert unserer Zeitrechnung von den Japanern unter anderem Namen bekannt gemacht. Sicherlich kennt ihr diese Figuren von einem dickeren, lachenden Mann, bei dem es heißt, es bringe Glück den Bauch zu streicheln. Dabei handelt es sich um einen der sieben Götter, nämlich Hotei, den Gott der Zufriedenheit und Seligkeit.

Laut einer Überlieferung fährt das Schatzschiff der Sieben über Neujahr in einen Hafen ein und hat, wie der Name bereits sagt, einige Schätze an Bord welche beispielsweise zu Glück, Gesundheit und Wissen führen. Wer hätte daran kein Interesse? Aus diesem Grund werden nach dem Neujahrsfest vermehrt ihre Tempel aufgesucht um nach eben diesen Gaben zu bitten.

Desweiteren besteht der Brauch, am ersten Tag des neuen Jahres ein Bild der Sieben oder des Schatzschiffes unter sein Kissen zu legen. Dies soll zu glücksbringenden Träumen im neuen Jahr führen. Besonderes Glück ereilt dabei jene, die erst vom Berg Fuji, dann von einem Falken und dann von Auberginen träumen. Auch wenn vermutet wird, dass die Auberginen gewählt wurden, da sie im alten Japan einen hohen Wert besaßen, kann ich mir allerdings nicht vorstellen was Auberginen mit Glück zu tun haben sollen. ٩̋(๑˃́ꇴ˂̀๑)

Wie Feiert man eigentlich….

…. Weihnachten in Japan?

Viele denken erstmal: Gar nicht!

Aber es gibt tatsächlich so etwas wie Weihnachten in Japan, auch wenn es nicht gaaanz so ist wie bei uns. Durch viele amerikanische TV-Serien ist Weihnachten eher als ‚Fest der Liebe‘ bekannt geworden und wird nicht so wie in westlichen Ländern als ‚Fest der Familie‘ gefeiert. Viele gute Restaurants (レストラン) sind zu Weihnachten ausgebucht, weil verliebte Paare dort gemeinsam Essen gehen. Auch werden wilde Partys gefeiert, bei denen Singles sich erhoffen jemanden kennenzulernen. Es ist sogar so, dass man davon ausgehen kann wenn man zu Weihnachten zu einem Date eingeladen wird, dass eine Beziehung beabsichtigt wird. Für ältere Japaner ist es ein Fest an dem Kinder beschenkt werden, die jüngeren Japaner beschenken jedoch inzwischen auch Freunde, Familie und Kollegen.  In vielen Großstädten gibt es Weihnachtsdeko in Form von Lichterketten, Weihnachtsmännern und ähnlichem um ein romantisches Flair zu schaffen. Immer mehr Japaner beschaffen sich sogar einen Weihnachtsbaum, welcher dann geschmückt wird. Jedoch handelt es sich dabei eher um einen Kunstbaum als um einen Echten.  Am 25.12. wird dann auch schon wieder abgeschmückt, um Platz für die Neujahrsdeko zu schaffen, welche in Japan weitaus wichtiger ist als Weihnachten. Denn Neujahr gilt in Japan als Fest der Familie, wo man gemeinsam das Jahr ausklingen lässt. Man könnte also sagen, dass Neujahr eher so wie bei uns Weihnachten und Weihnachten eher so wie Neujahr hierzulande gefeiert wird.(๑>ᴗ<๑)

Typisches Weihnachtsessen?

Ein richtiges Standardweihnachtsessen gibt es eigentlich nicht. Aber viele Japaner essen Huhn an Weihnachten, da der Irrglaube besteht, es wäre ein typisch westliches Weihnachtsgericht. Abgesehen davon sind aber die so genannten             クリスマスケーキ (Weihnachtstorten) sehr beliebt. Diese sind meist aus einem Biskuitboden mit Sahne und Erdbeeren dekoriert. Selten wird sie selber gebacken, sondern eher im Geschäft gekauft.

Und was sagt man?

Nun ja…. da Weihnachten ursprünglich kein typisch japanisches Fest ist, gibt es auch keine Redewendung wie zum Beispiel ‚Frohe Weihnachten‘ bei uns. Stattdessen bedient man sich einfach der englischen Floskel und sagt…

メリークリスマス / Meri- kurisumasu!

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