Shirataki – Die Geisternudeln

DSC_0464Gestern habe ich ja Shirataki für mein Sukiyaki verwendet. Aber was genau ist das eigentlich?

Shirataki sind Nudeln, welche aus dem Mehl der Konjakwurzel (Konnyaku) bestehen. Diese Nudeln enthalten weder Kalorien, noch Fett oder Eiweiß. Außerdem sind sie geschmacksneutral. DSC_0466Jedoch riechen sie leicht fischig, weshalb man sie vor dem Verzehr gut durchwäscht. Dann jedoch kann man klasse mit ihnen kochen, denn sie nehmen den Geschmack von Saucen oder anderen Zutaten sehr gut an. Mich erinnern Shirataki immer ziemlich an Glasnudeln, sie schmecken nur irgendwie besser, obwohl sie ja eigentlich nach nix schmecken. Aber ich glaube, weil sie etwas dicker sind, schmecken sie gewürzt dann doch nach mehr als einfache Glasnudeln. Jedenfalls machen sie trotz der nicht vorhandenen Kalorien ziemlich satt.

Bekannt geworden sind die Nudeln bei uns auch für Diäten, denn man hat nach dem Verzehr keinen Hunger mehr und hat aber trotzdem nicht wirklich etwas Gehaltvolles zu sich genommen. Deshalb sind Shirataki für mich irgendwie wie Geisternudeln, ohne Kalorien, ohne alles, aber trotzdem irgendwie da. Teilweise sind Shirataki auch extra als Diät-Nudeln im Supermarkt erhältlich, welche dann jedoch ein Vielfaches mehr kosten, als im Asia-Markt, wo es sie für 1-2 € gibt.

Ich hab sogar gelesen, dass in Japan einige Menschen zu verhungern drohen, weil sie sich nur von diesen Nudeln ernähren und dann ins Krankenhaus eingeliefert werden müssen.

Ab und zu kann man sich natürlich trotzdem total den Bauch vollschlagen damit. Aber nicht übertreiben , ne? (つ)つ☆゚.*。゚

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Tofu – Was ist das eigentlich?

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Vor einigen Jahren war Tofu bei uns noch ein ziemlich unbekanntes Nahrungsmittel. Hauptsächlich Vegetarier und Veganer kannten ihn. Aber aufgrund seiner guten und vielseitigen Zubereitungsarten kennt ihn nun nahezu jeder.

Tofu ist ein Lebensmittel, welches aus Soyamilch hergestellt wird. Dazu wird die Soyamilch mit Gerinnungsmitteln, wie zum Beispiel Nigari (dieses wird traditionell aus Meerwasser gewonnen) oder anderen Mitteln zum Ausflocken gebracht. Das Gerinnungsmittel wird dabei in die kochende Soyamilch gegeben. Wenn dies geschehen ist, werden die festen Bestandteile abgeschöpft und gepresst, um das Wasser auszupressen, den Tofu also fester werden zu lassen und um die typische Blockform zu erhalten. Je nach Gerinnungsmittel können so auch unterschiedlich feste Tofuarten gewonnen werden.

Vitamine, Mineralstoffe, viel Protein, sekundäre Pflanzenstoffe… das alles ist in ihm enthalten. Außerdem ist Tofu eine sehr gute pflanzliche Eisenquelle und enthält weder Laktose, noch Gluten. Ein richtig tolles Lebensmittel also!

Er eignet sich für zahlreiche Gerichte. In Suppen, mariniert, angebraten als Fleischersatz, pur mit Sauce übergossen, oder auch als Dessert wie beispielsweise für veganen Käsekuchen. Der Fantasie sind quasi keine Grenzen gesetzt. Neben dem klassischen Naturtofu beziehungsweise dem fast genauso bekannten Räuchertofu, gibt es im Biomarkt inzwischen sogar fertig vorgewürzte Varianten mit Curry, Basilikum, Bärlauch und, und, und. Auch besondere Tofuarten, wie den Kinugoshi-Tofu, kann man dort kaufen. Dieser ist besonders weich, ich benutze ihn immer in meiner Miso-Suppe.

Ich habe vor einiger Zeit auch gehört, dass Tofu seine Konsistenz verändert, wenn man ihn für einige Zeit einfriert. Die Poren sollen dann größer werden, durch das sich ausdehnende Wasser. Danach soll der Tofu eine festere und poröse Struktur haben. Das werde ich demnächst mal ausprobieren.

Ich finde Tofu jedenfalls echt klasse. Lustig finde ich nur, wenn jemand mir erzählt, wie schrecklich Tofu doch schmeckt. Und dann erfahre ich, dass jemand einfachen Naturtofu gekauft hat und diesen ohne ihn zu würzen gegessen hat.

Leute…. SO schmeckt Tofu…. nach so ziemlich gar nichts! 😉

Esst ihr auch alle fleißig Algen?

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links: Nori, rechts unten: Kombu

Das Essen von Algen hat in Japan, ebenso wie in anderen asiatischen Ländern eine lange Tradition. Aber auch bei uns werden Nori und Co immer bekannter, was besonders auch durch das experimentieren mit Küchen ferner Länder zu tun hat. Algen enthalten viele Mineralstoffe und Vitamine, sind also in einer ausgewogenen Ernährung ein sinnvoller Bestandteil. Jedoch sollten jodempfindliche Menschen sie nur in sehr geringen Mengen zu sich nehmen. Denn davon enthält das gesunde Meeresgemüse nämlich eine ganze Menge.

Die 3 für mich wichtigsten Arten stelle ich euch mal kurz vor.

のり / NORI

Nori sind die quadratischen, papierähnlichen Algen, welche man vom Sushi kennt. Dabei handelt es sich um getrocknete und geröstete Rotalgen. Nori kann jedoch auch kleingeschnitten oder zerbröselt für Gewürzmischungen, zum Würzen von Reis, Suppen oder auch Salaten verwendet werden. Außerdem gibt es gewürzte, dickere Nori als Knabbersnack oft im Asiamarkt bei uns. Das schmeckt echt klasse!

昆布 / Kombu

Ganz im Norden Japans, an der Küste von Hokkaidō, befindet sich das wichtigste Anbaugebiet für Kombu. Dieser Seetang gelangt hauptsächlich getrocknet in den Verkauf. Besonders für Dashi, eine sehr wichtige japanische Suppengrundlage, gilt Kombu als eine der Hauptkomponenten. Außerdem wird aus Kombu der Kombucha (jap. cha – Tee) hergestellt. Dieser ist salzig und hat mit dem Produkt, welches hier bei uns als Kombucha verkauft wird nichts gemeinsam. Kombu hat einen selbst für Algen überdurchschnittlich hohen Jodgehalt.

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Wakame mit Sesam

若布 / Wakame

Wakame wird nach der Ernte getrocknet und in kleinen Streifen verkauft. Häufig ist Wakame Bestandteil von Suppen, wie der Miso-Suppe oder wird nach einweichen des getrockneten Produktes mit Sesam gebraten und gewürzt. Wakame ist außerdem bekannt als Diät-Alge, da sie durch eine verstärkte Fettverbrennung bei einer Gewichtsreduzierung helfen kann.

Ich werde mir jedenfalls morgen gleich neue Wakame kaufen, da mein Bestand gerade leer gegangen ist und dann Goma-Wakame machen. Das Rezept dafür gibt es dann morgen! (ノ^∇^)

Soba tabetai!

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Typisch japanische Nudeln: SOBA!

Hierzulande relativ unbekannt, werden die braun-grauen Nudeln, welche komplett oder zu einem Anteil aus Buchweizenmehl hergestellt werden, in Japan alltäglich gern gegessen. Buchweizen ist eine sogenannte Pseudo-Getreideart, welche anders als zum Beispiel Roggen oder Weizen kein Gluten enthält. Deshalb ist Buchweizen besonders auch für Allergiker interessant. In Buchweizen steckt außerdem eine Menge Eiweiß und Vitamin B.

Da Sobanudeln durch den Buchweizen eine spezielle Struktur haben, ist beim Essen das Schlürfen ausdrücklich erwünscht! Denn nur so kann die perfekte Saucenmenge mit den Nudeln aufgenommen werden und es kommt zu dem besonderen Geschmackserlebnis.

Soba könnt ihr außerdem sehr vielfältig essen. Im Sommer, wenn es besonders warm ist, werden die Nudeln eisgekühlt gegessen. Die kalten Nudeln werden dann häppchenweise mit den Stäbchen in Sauce getunkt und dann geschlürft. Im Winter hingegen kann man Soba in warme Sauce tunken und mit verschiedenen anderen Zutaten, beispielsweise mit Gemüse, Tofu oder auch Seitan essen. Ein ziemlich cooles und abwechslungsreiches Nudelgericht sozusagen! o(〃^▽^〃)o

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酒 Kanpai! 酒

Sake ist mittlerweile auch bei uns recht bekannt geworden. Aber was genau ist das eigentlich? Und wofür kann man ihn verwenden? (。・~・。)

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Sake ist ein japanischer Reiswein mit einem Alkoholgehalt, der bei den meisten Produkten zwischen 12% und 20% liegt. Damit hat er also einen deutlich höheren Alkoholanteil als zum Beispiel Bier oder Wein. Für den Sake wird spezieller Sake-Reis zuerst poliert und danach gedämpft. Ein Teil des Reis wird mit Koji-Ferment (einem Schimmelpilz) behandelt, dann werden noch Hefekulturen und Milchsäure hinzugegeben um eine Starterkultur zu gewinnen. Dabei entsteht nach einiger Reifung der Amazake, welcher für den weiteren Prozess erforderlich ist.

Koji, Wasser und Reis werden dann in einem großen Gefäß vermischt und an den folgenden 3 Tagen wird täglich Amazake zu der Mischung hinzugefügt. Dann gärt der Sake noch circa 3 Wochen weiter bevor er gepresst und umgefüllt wird, dann noch einige Monate weiterreift und schließlich in Flaschen abgefüllt werden kann.

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So wie bei nahezu jedem anderen alkoholischen Getränk auch, wird Sake auch pur getrunken. Zum Anstoßen sagt man übrigens ‚Kanpai‘ (かんぱい). Das entspricht ungefähr dem deutschen ‚Prost‘. Man kann ihn sowohl kalt, als auch warm trinken, wobei man Sake von besonders guter Qualität eher unerhitzt genießt. Jedoch hat er auch als Zutat in vielen japanischen Speisen einen hohen Stellenwert, wie ihr vielleicht schon bei einigen meiner Rezepte bemerkt habt. Er gibt dem Gericht so einen einzigartigen Geschmack, weshalb ich ihn sehr gerne verwende. Es gibt, so wie beispielsweise auch bei Wein, unterschiedlichste Sorten von Sake. Zum kochen reicht jedoch schon ein preiswerter Sake, welchen es inzwischen auch schon in vielen Supermärkten gibt (zumindest hier in Berlin). へ(。•ิ‿ -〃)

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Super-Pulver: Matcha

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Bei Matcha, dem japanischen Grüntee überhaupt, handelt es sich um einen Pulvertee. Nach der Ernte der Teeblätter werden nur grobe Blattgefäße entfernt und der Rest des Blattes in speziellen Steinmühlen zu einem sehr feinen Pulver zermahlen. Diese Steinmühlen können in einer Stunde nur wenige Gramm Matcha-Pulver produzieren, was den hohen Preis erklärt. Das Pulver enthält eine Menge Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe und sollte, nachdem man die Packung einmal geöffnet hat, wieder luftdicht verschlossen und kühl gelagert werden.

Ich benutze Matcha gerne für Matcha-Latte, welcher auch auf dem Bild abgebildet ist, aber leider nicht von mir gemacht ist oder zum mischen mit Vanilleeis. Das Eis bekommt dann eine knallgrüne Farbe und schmeckt leicht nach Grüntee. Matcha eignet sich natürlich nicht nur für Desserts, sondern kann auch pur als Tee getrunken werden. DSC_0236Dafür habe ich dann meinen Chasen (Matchabesen) um ihn ordentlich aufzuschäumen. (ꐦ ´͈ ᗨ `͈ )

Matcha aufzutreiben scheint bei uns etwas schwieriger zu sein. Wer jedoch einen Biomarkt in der Nähe hat wird dort sicherlich fündig. Ansonsten kann man das Pulver auch im Internet bestellen oder versucht sein Glück in einem auf Tee spezialisiertem Geschäft. Auch dort habe ich ihn schon gesehen.

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Geschmackswunder Umeboshi

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DSC_0225Heute habe ich mir mal etwas gegönnt, und zwar Umeboshi! Lange Zeit war ich am liebäugeln mit diesen kleinen milchsauer eingelegten Ume-Früchten, welche botanisch gesehen zu den Aprikosen zählen, aber oftmals eher als Pflaumen bezeichnet werden. Die noch unreifen grünen Früchte werden in Holzbottichen mit Salz eingelegt, damit die milchsaure Gärung beginnen kann. Dabei wird den Früchten eine Menge Wasser entzogen. Das ist übrigens der gleiche Prozess wie zum Beispiel beim koreanischen Kim-Chi.  Nach ein paar Monaten Gärung werden die Umeboshi noch im durch das Salz ausgetretenen Umeboshi-Sud mit Perillablättern (紫蘇, Shiso) eingelegt.

Am Abend war es dann so weit. Mit zwei Freunden saß ich vor dem Glas und es war Zeit zu probieren. Eigentlich benutzt man die Umeboshi beispielsweise zum Frühstück um seinen Reis zu würzen, aber ich wollte den puren Geschmack erleben.DSC_0226 Also öffnete ich das Glas und zum Vorschein kamen diese kleinen, relativ schrumpeligen, Früchte mit einigen Shisoblättern dazwischen. Der Geruch ist ziemlich besonders und lässt sich echt schwer beschreiben. Aber es geht ja eher um den Geschmack, nicht wahr? Wir haben eine Umeboshi aus dem Glas genommen und in drei Teile geschnitten. In der Frucht war ein ziemlich großer Kern, beziehungsweise Stein, welcher sich nicht ganz einfach von dem Fruchtfleisch lösen ließ.

Die Umeboshi schmeckt wirklich intensiv, aber für meinen Geschmack nicht unangenehm. Es ist eine starke Mischung aus salzig und säuerlich. Daneben kommt sehr deutlich der Shisogeschmack durch, ebenso wie ein leicht zitroniges Aroma. Mir gefällt der Geschmack, es ist mal etwas ganz Anderes. Ich kann mir vorstellen, dass wenn man die Frucht nicht pur isst, sondern verarbeitet, sich damit ganz besondere Geschmacksrichtungen ergeben. Als Nächstes jedoch werde ich eine Umeboshi zum Frühstück zwischen Reis essen, welcher dann ungewürzt sein wird. Er müsste dann den Geschmack sehr gut annehmen, worauf ich mich persönlich schon jetzt freue!

Habt ihr schon mal Umeboshi gegessen? Findet ihr sie auch gut, oder schmecken sie euch vielleicht zu außergewöhnlich? Wenn nicht, dann solltet ihr sie wenigstens mal probiert haben! \(^▽^*)

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