Tofu – Was ist das eigentlich?

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Vor einigen Jahren war Tofu bei uns noch ein ziemlich unbekanntes Nahrungsmittel. Hauptsächlich Vegetarier und Veganer kannten ihn. Aber aufgrund seiner guten und vielseitigen Zubereitungsarten kennt ihn nun nahezu jeder.

Tofu ist ein Lebensmittel, welches aus Soyamilch hergestellt wird. Dazu wird die Soyamilch mit Gerinnungsmitteln, wie zum Beispiel Nigari (dieses wird traditionell aus Meerwasser gewonnen) oder anderen Mitteln zum Ausflocken gebracht. Das Gerinnungsmittel wird dabei in die kochende Soyamilch gegeben. Wenn dies geschehen ist, werden die festen Bestandteile abgeschöpft und gepresst, um das Wasser auszupressen, den Tofu also fester werden zu lassen und um die typische Blockform zu erhalten. Je nach Gerinnungsmittel können so auch unterschiedlich feste Tofuarten gewonnen werden.

Vitamine, Mineralstoffe, viel Protein, sekundäre Pflanzenstoffe… das alles ist in ihm enthalten. Außerdem ist Tofu eine sehr gute pflanzliche Eisenquelle und enthält weder Laktose, noch Gluten. Ein richtig tolles Lebensmittel also!

Er eignet sich für zahlreiche Gerichte. In Suppen, mariniert, angebraten als Fleischersatz, pur mit Sauce übergossen, oder auch als Dessert wie beispielsweise für veganen Käsekuchen. Der Fantasie sind quasi keine Grenzen gesetzt. Neben dem klassischen Naturtofu beziehungsweise dem fast genauso bekannten Räuchertofu, gibt es im Biomarkt inzwischen sogar fertig vorgewürzte Varianten mit Curry, Basilikum, Bärlauch und, und, und. Auch besondere Tofuarten, wie den Kinugoshi-Tofu, kann man dort kaufen. Dieser ist besonders weich, ich benutze ihn immer in meiner Miso-Suppe.

Ich habe vor einiger Zeit auch gehört, dass Tofu seine Konsistenz verändert, wenn man ihn für einige Zeit einfriert. Die Poren sollen dann größer werden, durch das sich ausdehnende Wasser. Danach soll der Tofu eine festere und poröse Struktur haben. Das werde ich demnächst mal ausprobieren.

Ich finde Tofu jedenfalls echt klasse. Lustig finde ich nur, wenn jemand mir erzählt, wie schrecklich Tofu doch schmeckt. Und dann erfahre ich, dass jemand einfachen Naturtofu gekauft hat und diesen ohne ihn zu würzen gegessen hat.

Leute…. SO schmeckt Tofu…. nach so ziemlich gar nichts! 😉

Tama, die erfolgreiche Katze

Tama — Station Master of Kishi Station 1

Foto: Douglas Sprott/flickr

Wir kennen das ja, Japaner LIEBEN Katzen. Wieso sollte man da nicht eine Katze zur Rettung einer eher unbeliebten Bahnstrecke einstellen?

Die Mutter von Tama, wurde einst von einer Reinigungskraft auf den Bahnhof Kishi in der Präfektur Wakayama gebracht, da sie als Streunerin gefunden wurde. Seit ihrer Geburt lebt Tama (たま) also auf dem Bahnhof. Als die Bahngesellschaft im Jahre 2006 starke Passagierrückgänge und wenig Einnahmen machte, wurden Angestellte entlassen und die ansässigen Angestellten von nahegelegenen Geschäften neu eingestellt. Einer von ihnen, kümmerte sich bis dahin um Tama und ihre Mutter und tat das auch weiterhin. Als die Bahngesellschaft davon hörte, wurde Tama 2007 als Bahnhofsvorstellerin eingestellt. Ihr Lohn wurde als Katzenfutter ausgezahlt. Die große Beliebtheit von Tama, sorgte dafür, dass die Bahngesellschaft ‚Wakayama Dentetsu‘ wieder mehr Passagiere anlockte und mehr Einnahmen verdiente. Ein Jahr später wurde Tama dann sogar Oberbahnhofsvorsteherin und hält seitdem die einzige weibliche Führungsposition. Tama ziert inzwischen sogar einige Züge der Linie mit ihrem Namen und comicartigen Bildern von ihr selbst. Nachdem der Kishi Bahnhof eine neue Fassade, natürlich mit Bildern von ihr bekommen hatte, wurde sie 2013 sogar zur stellvertretenden Präsidentin des Unternehemens ernannt, was sie zur rangzweiten Angestellten des Unternehemens macht.

Eine wirklich erfolgreiche Katze also! 。^・ェ・^。