Fukurou no mise – Das Eulencafé

Horned owl at owl cafe

Foto: macomaru/flickr

Hier bei uns kennt inzwischen fast jeder die in Japan so beliebten Katzencafés. Man kann sich dort gemütlich hinsetzen, etwas trinken und die vielen Katzen beobachten und streicheln. Aber ‚Fukurou no mise‘, also Eulencafés sind wohl einer der noch eher unbekannten Trends.

In Tokyo, Tsukishima, gibt es eins der Eulencafés. Dort kann man, wie auch in Katzencafés ein Getränk zu sich nehmen, mit Freunden quatschen UND Eulen beobachten und auf die Schulter gesetzt bekommen. Dabei muss man sich im klaren sein, dass Eulen eigentlich zu den Raubvögeln gehören. Die Tiere in den Cafés sind jedoch von Geburt an an Menschen gewöhnt und machen deshalb eine Menge Blödsinn mit. Wie auch in den Cafés mit Katzen, muss man jedoch auch hier mit recht hohen Wartezeiten rechnen, oder sich am besten vorher einen Termin besorgen. Denn in das Café dürfen immer nur um die 10 Gäste gleichzeitig hinein, um den gefiederten Tierchen nicht zu viel Stress zumuten zu müssen.

Wie es zu der Idee kam? Eulen gelten, genau wie bei uns auch, in Japan als sehr weise und intelligente Tiere und werden dort ebenfalls als Glücksbringer angesehen. Und wer möchte nicht gerne ein glückbringendes Tier auf seiner Schulter sitzen haben, welches man sonst nur mit etwas Glück überhaupt zu Gesicht bekommt?

Ich denke mal, ein Eulencafé ist somit eine gelungene Abwechslung zum Katzencafé, welches viele Japaner regelmäßig aufsuchen, um dem Alltagsstress ein wenig zu entfliehen. ⋛⋋( ՞ਊ ՞)⋌⋚

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Rezept für Kitsune Udon

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Udon-Nudeln

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Kombu-Würzmischung

Udon sind diese besonders dicken japanischen Nudeln, die es bei uns oft als einfolierte Frischnudeln zu kaufen gibt. Sie werden meist in Brühe für wenige Minuten gekocht und dann mit verschiedenen anderen Zutaten verfeinert. Ich habe hier ein Rezept für Kitsune Udon für euch. Kitsune heisst ‚Fuchs‘ auf Japanisch. Da denkt man sich erstmal: Eh, sind da etwa Füchse drin? Aber ich kann euch beruhigen, den schlauen Füchsen wird in japanischen Legenden nachgesagt, sie würden am liebsten frittierten Tofu essen. Und genau dieser ist bei dieser Udon-Variante enthalten.  (っ˘ڡ˘ς)

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Für 2 Personen:

400 g Udon-Nudeln

500 ml Wasser

3 Stängel Frühlingszwiebeln

200 g frittierter Tofu (heisst auf Japanisch ‚Aburaage‘)

2 Streifen getrocknete Wakame-Alge

etwas Nori-Alge

Kombu-Würzmischung

5 EL japanische Soyasauce

2 EL Mirin

1 Prise Zucker

Currypulver

Chilipulver/Paprikapulver

Sonnenblumenöl

evtl. 2 Prisen Glutamat

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Erstmal bringen wir die 500 ml Wasser in einem Topf zum kochen. Das wird später die Brühe. Zur gleichen Zeit weichen wir die Wakame in etwas heißem Wasser für circa 10 Minuten ein. Dann können wir die Wakame abtropfen und erstmal zur Seite stellen.DSC_0451 Jetzt würzen wir das Wasser mit der Kombu-Würzmischung, es sollte dann etwas stärker nach Algen schmecken. Bei meiner Würzmischung sind so kleine Tütchen drin, davon habe ich eine Packung verbraucht. Nun geben wir die kleingeschnittenen Frühlingszwiebeln, Mirin, Soyasauce, Zucker und wenn vorhanden das Glutamat hinzu und rühren gut um. Sonnenblumenöl kommt ebenfalls in den Topf, ungefähr 3-4 Esslöffel. Jetzt geben wir noch die Udon und den frittierten Tofu dazu und lassen alles für 5 Minuten köcheln.

Beim Servieren fischen wir zuerst die Udon raus, übergießen diese dann mit der Brühe und plazieren den Tofu auf einer Seite in der Schale. Auf die andere Seite kommt dann Wakame und ein bisschen Nori als Deko. Dann streuen wir Currypulver und Chilipulver über den Tofu. Das bringt noch etwas Farbe rein.

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Ihr könnt gerne etwas mehr Brühe in die Schale geben als ich es hier getan habe. (*´∀`*)☆

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